Geschichte
Bereits im 12. Jahrhundert gab es ein Spiel in Frankreich namens la soule-dem Vorgänger des Fußballspiels. Daran beteiligten sich sowohl Männer als auch Frauen. 1894 wurde dann das erste britische Frauenfußballteam durch Netty Honeyball gegründet. Am 3. März 1895 spielten dann erstmals zwei Mannschaften Englands gegeneinander. Dieses Spiel endete mit 7:1 und hatte bereits ca. 10000 Zuschauer. Die Fußballkleidung entsprach jedoch nicht der, wie man sie heute kennt. Die Frauen trugen Hütchen auf den Köpfchen, Röcke und Knickerbocker. Während des ersten Weltkrieges erlebte der Frauenfußball den größten Aufschwung. Fußball war nicht mehr nur den Männern vorbehalten. Da diese in den Krieg zogen, beanspruchten die Frauen nun das Fußballspielen für sich. Es wurde dann sogar ein eigener Frauensportverband - der FSFSF gegründet. Durch diesen Verband wurden dann Landesmeisterschaften und Pokalspiele organsiert. 1920 kam es dann zur ersten internationalen Begegnung: Frankreich gegen England. Dieses Spiel endete mit einem 2:1 für Frankreich.
Frauenfußball in Deutschland
Während der Frauenfußball in anderen Ländern ab ca. 1920 populär wurde, schenkten die deutschen Frauen dem Fußball erst spät Aufmerksamkeit. Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert erlebte der Fußball in Deutschland einen Aufschwung. Im Jahre 1930 bildete sich in Frankfurt ein eigener Fußballclub nur für Frauen. Da dieser jedoch keine Akzeptanz fand, löste man ihn bereits nach einem Jahr wieder auf. Man hat zu dieser Zeit noch ein anderes Frauenbild angestrebt. Erst gegen 1960 bildeten sich neue Frauenmannschaften. 1968 wurde auch in der DDR die erste Frauenmannschaft gegründet.
Frauenfußball heute
Heute gibt es eine Vielzahl vom Frauenmannschaften in ganz Deutschland. Der Fußball unterscheidet sich von den Männern lediglich in der Spielweise der Frauen. Es gibt verschiedene Ligen, wie die Bundesliga, Regionalliga, Landesliga, Landesklasse, Kreisliga, Kreisklasse etc. Es werden auch internationale Turniere, wie Weltmeisterschaften durchgeführt. Aber bei der Bezahlung der Profi-Spielerinnen spürt man immer noch deutlich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die meisten Frauen müssen arbeiten gehen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das ist bei den Männern natürlich schon längst nicht mehr notwendig. Man sollte durchaus darüber nachdenken, die großen Unterschiede zu beseitigen, denn die Erfolge der Frauenmannschaften sprechen für sich. 2003 gewannen die deutschen Frauen die Weltmeisterschaft und schafften das, wovon die Männer momentan noch träumen.